Die ganze Welt in Südafrika

Juni 29th, 2010 by admin
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Während der Fußballweltmeisterschaft sind die Augen der Welt auf Südafrika gerichtet. Das waren sie aber schon vorher – obwohl die Welt das nicht wusste. Denn vor allem die europäische Filmindustrie hat den Staat als Drehort entdeckt: Die Natur am Kap spielt in den Filmen so oft Landschaften in Asien, Australien oder Südamerika.

Weil Drehbedingungen und Filmförderung in dem Staat so günstig sind, ist dort eine kleine Filmindustrie entstanden, die vor alle von Europäern stark in Anspruch genommen wird.

Zuletzt war Veronica Ferres in dem ZDF-Zweiteiler „Das Geheimnis der Wale“, die zwar in der Filmwirklichkeit in Neuseeland agierte, aber eigentlich an der afrikanischen Südküste ihr Können zeigte. Wie in dieser Produktion steckt auch in vielen anderen Streifen Südafrika drin, die gezeigte Landschaft schlüpft dabei auch selbst in eine andere Rolle und gibt vor, Vietnam, Neuseeland, Chile oder West-Afrika zu sein.

Der Staat am Kap „spielt“ andere Länder

Möglich ist das, weil Südafrika über so viele Klimazonen verfügt. Alles zwischen Wüste und Tropen wird geboten. Gegenüber den „Originalländern“ kann der Staat zudem mit niedrigen Produktionskosten und stabilen wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen punkten.

Umgekehrt kommt von den südafrikanischen Produktion allerdings nicht viel in Europa an. Seit dem Sturz der Apartheid hat sich in dem Land eine produktive Filmindustrie gebildet, die einen wesentlichen Teil zur Aufarbeitung der Vergangenheit und Demokratisierung leistet. Aber die Angebote in den Kinos werden auch in Südafrika von amerkinanischen Filmen dominiert.

Wer eine andere als die fußballwilde Seite von dem Land kennenlernen will, kann das im Juli bei Fernsehsender Arte. Der Sender zeigt verschieden afrikanische Filme, darunter auch das Oskar-prämierte Werk Tsotsi, aus den vergangenen 20 Jahren. Und das ist aufschlussreicher als jeder Kurs der Abendschule zum Thema Südafrika.

 

 

 

 

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